Burnout und Depression - Was ist der Unterschied?

Und wie kommt es dazu?

 

Jeden Tag werden Sie vor unterschiedlichste Herausforderungen gestellt, sei es in Beruf, Familie oder auch z.B. im Ehrenamt. Allen Aufgaben wollen Sie gerecht werden und das möglichst zu 100%. Das macht Ihren Alltag zunehmend anstrengender.

Jeden Tag müssen Sie sich auf Neues einstellen und dies erfordert hohe Flexibilität, großen Mut und viel Tatkraft. Jeden Tag muss entschieden werden, was zu tun ist und was nicht zu tun ist. Somit müssen Sie Prioritäten setzen. Jeden Tag landen Sie in einem Dilemma, einer Zwickmühle.

Depression und Burnout - Der Unterschied

Folgende Beispiele:

  • Was, wenn Sie bei Ihrem kranken Kind zu Hause bleiben? Sind Sie dann ein unzuverlässiger Arbeitnehmer oder eine schlechte Mutter/schlechter Vater?
  • Wie viel Zeit engagieren Sie sich im Ehrenamt? Werden Sie dort allem gerecht und verzichten dadurch auf wertvolle Freizeit?
  • Was folgt, wenn Sie heute in der Arbeit nicht fertig werden? Machen Sie Überstunden und gehen über Ihre Grenzen oder sagen Sie „nein“ und riskieren Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten?

Wann immer man das Eine erledigt, bleibt was anderes Wichtiges liegen. Wann immer man es dem Einen Recht macht, enttäuscht man den Anderen. Immer sollte man woanders sein, als man ist oder müsste etwas anderes tun, als man gerade macht.

 

Wie schlimm und unausweichlich das Risiko für die getroffene Wahl ist, liegt meistens einzig und allein an Ihrer subjektiven Bewertung. Jeder geht anders mit den täglichen Schwierigkeiten um und entwickelt eigene, ganz individuelle Strategien, um unbeschadet durchs Leben zu kommen. Manche jedoch verbeißen sich, leiden an dem Gefühl trotz größter Anstrengungen nichts richtig zu machen und kommen mehr und mehr unter Druck.

 

Wer nicht rechtzeitig auf seinen Körper hört, sich nicht mehr spürt und nur noch im Hamsterrad strampelt, kann langfristig gesehen ein Erschöpfungs-syndrom entwickeln oder an einer Depression erkranken.

Der Unterschied zwischen Burnout und Despression

Die Symptome von Burnout: So äußert sich Burnout

Das Burnout-Syndrom ist heute in aller Munde. Viele haben im engeren Umfeld schon davon gehört oder es sogar selbst erlebt, das Gefühl totaler Erschöpfung. 

 

Das Burnout-Syndrom lässt sich von der Depression abgrenzen, allerdings ist der Übergang in die Depression fließend. Das macht die Unterscheidung so schwierig.

 

Personen, die in Burnout Gefahr sind, sind überwiegend Leistungsträger. Sie sind zunächst überzeugt, alles im Griff zu haben. Sie glauben, sie müssten sich unabhängig von den gegebenen Umweltbedingungen nur noch mehr anstrengen und noch besser werden. Deshalb sind sie dauernd in Hochgeschwindigkeit unterwegs, planen und optimieren jeden Tag, um nur die vielen, an sie gestellten Anforderungen zu bewältigen. Sie brennen für ihre Aufgaben und Ziele, überschätzen dabei ihre Leistungsmöglichkeiten, ignorieren eigene Bedürfnisse und überschreiten somit ihre Grenzen, ohne auf Warnsignale des Körpers zu achten.

 

Wenn sie dann scheitern, bedeutet dies für sie persönliches Versagen. Mögliche Folgen können sein:

  • In der Beziehung kriselt es
  • Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Rückenschmerzen bis hin zu einem Bandscheibenvorfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Libido Störungen
  • Schlafstörungen

Wer hier nichts für sich tut, läuft Gefahr, an einer schweren Depression zu erkranken.

Die Symptome einer Despression: So äußert sich eine Despression

Menschen in einer depressiven Phase erleben sich oft, anders als Menschen mit Burnout-Risiko, ihrer Umwelt hilflos ausgeliefert und sehen wenig Möglichkeiten, etwas an ihrer Situation zu verändern. Sie glauben nicht daran, selbst etwas in ihrer Zukunft beeinflussen zu können und unterschätzen ihre eigene Wirksamkeit in der Welt. Sie finden keinen Zugang mehr zu ihren Ressourcen und Potenzialen, fühlen sich ihren Bezugspersonen und ihrer Umwelt ohnmächtig ausgeliefert. Das Gefühl, nichts zu fühlen, nimmt überhand.

 

Beides, das Burnout-Syndrom sowie eine depressive Episode, können in eine schwere Depression münden, die sich auch auf unseren Hirnstoffwechsel auswirken kann. Körper, Geist und Seele halten trotzdem eine Menge aus.

 

Wenn aber über Wochen dauerhafte Symptome wie z.B.

  • nächtliches Grübeln
  • Schlafstörungen, wie morgendliches Früherwachen
  • Appetitverlust
  • Störungen der Merkfähigkeit
  • Verlust von Freude
  • sozialer Rückzug
  • traurige Stimmung
  • Reizbarkeit
  • negative Zukunftsgedanken
  • Rückenschmerzen

vorliegen, dann ist dies ein echtes Warnzeichen.

 

Der Hirnstoffwechsel kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Körper produziert in der Nebennierenrinde das Stresshormon Cortisol und überschwemmt ihn damit. Sogar der Hippocampus - der Bereich im Gehirn, der für die Gedächtnisbildung verantwortlich ist - wird unter Umständen Funktionseinbußen erleiden. Je länger dieser Zustand anhält, umso mehr wird der Hirnstoffwechsel gestört sein. Die Schaltkreise für andere wichtige Nervenbotenstoffe wie Noradrenalin (Antrieb) oder das Serotonin (Wohlbefinden) funktionieren nicht mehr wie sonst. Soweit muss es aber nicht kommen!

Was tun gegen Despression und Burnout?

Wer auf sich und seinen Körper hört und sich rechtzeitig Unterstützung holt, kann durchaus eine depressive Erkrankung, die oft auch medikamentös behandelt werden muss und manchmal sogar einen Klinikaufenthalt nötig macht, verhindern.

 

Es gibt Lösungen, wie beispielsweise Gestalttherapie-Sitzungen oder Hypnotherapie.

 

Ihre Nicola Schmid-Burgk


Sie sind unsicher, ob Sie an Burnout oder einer Depression leiden? Sie möchten professionelle Unterstützung ohne Medikamente? Rufen Sie mich gerne an oder nutzen Sie das Kontaktformular und wir vereinbaren einen gemeinsamen Termin zur Vorbesprechung. 


Praxis für Gestalttherapie Gauting

Heilpraktikerin für Psychotherapie

Gestalttherapeutin

 

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Credits: www.coaching-mit-energie.com, Sandra Mareike Lang